Ein kleines Wort darf heute in kaum einer Stellenanzeige fehlen: Der potenzielle neue Mitarbeiter möchte doch auf jeden Fall „teamfähig“ sein. Auch diejenigen, die sich initiativ bei einem Unternehmen bewerben, vergessen meistens nicht darauf hinzuweisen, dass sie „teamfähig“ sind. Doch was bringt Teamarbeit? Wir haben die Vor- und Nachteile von Teamwork gegenübergestellt. Entscheiden Sie, was schwerer wiegt …

Chancen

Wissenskombination
Teamarbeit ermöglicht den Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Mitgliedern. In einem Team summiert sich eine große Menge von Wissen und Erfahrungen. Dies ermöglicht den Mitgliedern, fachlich als auch sozial voneinander zu lernen.

Bewältigung komplexer Aufgaben
Das Aufeinandertreffen unterschiedlichen Wissens ermöglicht es, komplexe Vorhaben zu realisieren. So steht heute hinter jedem starken Mann und jeder starken Frau ein Expertenteam.

Akzeptanz von Entscheidungen
Die Mitarbeiter übernehmen Verantwortung und treffen als Team eine Entscheidung. Im Gegensatz zu den traditionellen Arbeitsformen wird bei der Teamarbeit die Entscheidung also nicht von oben diktiert. Dies führt zu einer stärkeren Akzeptanz.

Leistungssteigerung
Wer in einem guten Team arbeiten darf, kann in einem kürzeren Zeitraum weitaus mehr an Arbeit erledigen und ist um einiges produktiver. Teamarbeit kann auch aufgrund des internen Leistungsdrucks die Wirksamkeit (Effektivität und Effizienz) des Einzelnen erhöhen.

Arbeitszufriedenheit
Aus der Erfahrung von gegenseitiger Unterstützung und gemeinsamen Erfolgen wachsen die Arbeitszufriedenheit und die Bindung an das Unternehmen.

Risiken

Ringelmann-Effekt
T.E.A.M = Toll, Ein Anderer Macht’s. Der Ringelmann-Effekt bezeichnet die Tatsache, dass Menschen in der Gruppe eine geringere Leistung erbringen, als aufgrund der summierten Einzelleistungen zu erwarten wäre. Grund für die Leistungsminderung von Einzelpersonen in Gruppen ist der individuelle Eindruck, dass die eigene Leistung in der Gruppe nur wenig zum Gesamterfolg beiträgt. Der Einzelne glaubt, dass es nicht auffällt, welchen Beitrag er persönlich zum Gruppenerfolg leistet.

Gruppendenken
In der Gruppe neigt man dazu, seine eigene Meinung den anderen anzupassen und Bedenken zurückzustellen.

Uniformitätsdruck
Soziale Anforderungen können so hoch sein, dass das Individuum zurücktritt. Mit der Individualität geht manchmal auch die eigene Meinung verloren.

Reibungsverluste
Zu viel Zeit und Energie wird für die Koordination der Arbeit verschwendet. Vieles wäre schneller gelöst, wenn Einzelpersonen daran arbeiteten.

Konflikte
Destruktive Konflikte, die dem Unternehmensinteresse schaden, können innerhalb der Gruppe und mit anderen organisationalen Einheiten entstehen.

Die Arbeit im Team hilft uns einerseits über den Tellerrand zu blicken, andererseits erhalten wir mehr Unterstützung und Verständnis für unsere Leistungen. Im Team werden unterschiedliche Standpunkte und Betrachtungsweisen miteinander kombiniert – und ein Wechsel der Blickrichtung hat noch nie geschadet.

Bild: Pixabay 3230661