Zu Beginn der Coronakrise, im März, ging es plötzlich ganz schnell: Arbeitgeber schickten, wenn möglich, ihre Mitarbeiter nach Hause ins Homeoffice. Was zuvor in vielen Unternehmen nur in Ausnahmefällen üblich, wurde über viele Wochen zum Alltag für Millionen. Angesichts der aktuellen Lockerungen der Beschränkungen in zahlreichen Lebensbereichen sehen auch die Arbeitgeber die Zeit für eine Rückkehr der Mitarbeiter gekommen und machen sich zunehmend Gedanken, wie ein Zurück in die Bürogebäude aussehen kann.

 

Die Rückkehr der Angestellten nach der Pandemie ins Büro stellt Arbeitgeber vor bislang unbekannte Herausforderungen. Anders als in Krankenhäusern und Pflegeheimen musste hier in der Vergangenheit wenig über Hygiene und Infektionsrisiken nachgedacht werden. Das ist jetzt anders. So müssen auch im Büro das Prinzip des „social distancing“ sowie die Hygienevorschriften berücksichtigt werden.

Mögliche Maßnahmen für den neuen Büroalltag

  • Abstandsregeln einhalten
    Der Mindestabstand zwischen zwei Beschäftigten bei der Arbeit muss nach derzeitigem medizinischem Kenntnisstand mindestens 1,5 m betragen.
  • Anwesenheiten dokumentieren
    Sobald der Verdacht auf eine Infektion bei einem Mitarbeiter besteht, erfordert es eine Anwesenheitsdokumentation mit Informationen zur Kontaktnachverfolgung.
  • Arbeitsplätze desinfizieren
    Es muss gewährleistet sein, dass Arbeitsplätze zwischen den einzelnen Nutzungen sauber gehalten werden, um eine mögliche Ausbreitung von Infektionen zu verhindern. Mit zentral platzierten Desinfektionsspendern, einem intensiveren Reinigungszyklus, auch für Türklinken oder Aufzugssteuerungen, lassen sich mit kleinem Budget die Ansteckungsrisiken deutlich senken.

Wiedereinstieg in den „normalen Büroalltag“

Nach den Lockerungen der Corona-Vorschriften freuen sich viele Angestellte an ihre Arbeitsplätze in den Büros zurückzukehren. Wieder in den vertrauten Rhythmus zu kommen, die bekannten Gesichter zu sehen und das Gefühl zu spüren, eine schlimme Krise überstanden zu haben, sorgen für positive Stimmung. Aber die Routine aus dem Homeoffice und die Vorgaben zu Social Distancing werden die Arbeitswelt dauerhaft verändern: Was passiert in den kommenden Wochen, wenn die Abstandspflicht weiter besteht, die Räume für die gesamte Belegschaft aber nicht ausreichen? Was ist mit Besprechungen in Konferenzräumen, Diskussionen an Stehtischen und Treffen in der Kaffeeküche, wo nach den Social Distancing-Regeln eigentlich alles viel zu eng ist? Und wie werden die Kollegen über Projekte und Entscheidungen informiert, auch wenn sie noch zu Hause sind, weil es für sie keinen Schreibtisch mit Sicherheitsabstand gibt? Eine gute Lösung für den Wiedereinstieg in den „normalen Büroalltag“ könnte eine 2:3- oder 3:2-Lösung sein – zwei Tage im Büro und drei Tage zu Hause oder umgekehrt.

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