Wer auf „Cultural Fit“ bei der Mitarbeitersuche setzt, bei dem zählen nicht nur Fachkenntnisse sondern auch der Grad der Übereinstimmung in Bezug auf Werte und Verhaltensweisen zwischen einem Bewerber und dem Unternehmen. Grundsätzliche Eigenschaften wie beispielsweise Motivation, Leistungsorientierung, Problemlösefähigkeit und Teamfähigkeit vorausgesetzt, unterscheidet sich ein guter von einem exzellenten Kandidaten dann vor allem durch die kulturelle Ähnlichkeit zum Unternehmen.

Immer mehr Unternehmen legen Wert darauf, Mitarbeiter einzustellen, bei denen die Schnittmengen hinsichtlich der Wertvorstellungen möglichst groß sind und die folglich einen möglichst hohen Cultural Fit aufweisen. Dem liegt eine Erwartungshaltung hinsichtlich der sozialen Kompetenzen zugrunde sowie, dass sich gemeinsame Wertvorstellungen auf lange Sicht in Mitarbeiterbindung und -motivation auszahlen.

Ob ein Cultural Fit zwischen Unternehmen und Bewerber vorliegt, kann nicht wissenschaftlich errechnet, jedoch durch verschiedene Fragen im Bewerbungsgespräch beurteilt werden:

  • Beschreiben Sie das Arbeitsumfeld, in dem Sie am produktivsten sind und sich am wohlsten fühlen.
  • Wieviel Prozent Ihrer Arbeitszeit würden Sie gerne im Team arbeiten?
  • Was glauben Sie, ist die effektivste Methode eines Vorgesetzten in Bezug auf Feedback an Mitarbeiter?
  • Wie ist Ihre Einstellung zu Freundschaften unter Kollegen?

Ob sich die Werte von Bewerbern mit denen der Unternehmenskultur überschneiden, lässt sich allerdings nur erfassen, wenn über die Unternehmenskultur Klarheit herrscht. Hierbei sollte auch darauf geachtet werden, dass kein fiktives Kulturprofil für die externe Kommunikation aufgebaut wird, das dem tatsächlichen gar nicht entspricht.

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