Fachliteratur zum Thema Mitarbeiterführung gibt es wie Sand am Meer. Wir finden: Oft braucht es nur kleine Denkanstöße, um im Berufsalltag etwas zu verändern. Auch aus Kinderbüchern können wir für den Job einiges lernen. Teil 2.

Aus Lewis Carrolls Alice im Wunderland: Nichts für unmöglich halten

Die 10-Jährige Alice folgt einem sprechenden Kaninchen und gelangt ins „Wunderland“ – dort ist nichts unmöglich. Alice macht Bekanntschaft mit sprechenden Tieren, einer ungerechten Herzkönigin und allerlei außergewöhnlichen Gestalten – unter anderem mit dem verrückten Hutmacher. Dieser scheint uns in einer Sache weit voraus. Er weiß: „Das Unmögliche zu schaffen, gelingt einem nur, wenn man es für möglich befindet“.

Aus Paul Maars Sams: Gesunder Egoismus

Mit blauen Wunschpunkten im Gesicht taucht das freche Sams eines Tages bei Herrn Taschenbier auf. Dieser schämt sich anfangs sehr für sein vorlautes Anhängsel, denn das Sams nimmt kein Blatt vor den Mund – eine Eigenschaft, die dem ängstlichen Herrn Taschenbier schwer zu schaffen macht. Doch nach und nach lernt Herr Taschenbier, dass es manchmal wichtiger ist an sich selbst zu denken, als es anderen recht machen zu wollen.

Lieblingszitat:

„Warum muss ich eigentlich jeden Monat Geld für das Zimmer bezahlen, Rotköhlchen?“, flötete das Sams.
„Das ist die Miete. Außerdem verbitte ich mir Ihre Bezeichnungen. Ich heiße Rotkohl, verstanden?“
„Wenn ich Miete bezahle, habe ich das Zimmer gemietet, und wenn ich ein Zimmer gemietet habe, darf ich es auch abschließen“, erklärte das Sams durch die verschlossene Tür.

Aus der Hase und der Igel (Gebrüder Grimm): Clever mit den eigenen Schwächen umgehen 

Das Märchen der Gebrüder Grimm lehrt uns in Sachen Cleverness so einiges und ist ein Paradebeispiel für den Umgang mit den eigenen Schwächen. Bei einer zufälligen Begegnung äußert sich der Hase abwertend über die Beine des Igels. Dieser fordert ihn daraufhin zu einem Wettrennen heraus. Beim Start läuft der Igel jedoch nur die ersten Schritte, denn er hat am Ende der Strecke seine ihm zum Verwechseln ähnlich sehende Frau platziert. Als der Hase auf die Ziellinie zustürmt, ruft die Igelfrau bereits laut: „Ich bin schon da!“. Der Hase kann seine Niederlage nicht akzeptieren und fordert Revanche – mit demselben Ergebnis.

Aus Erich Kästners Pünktchen und Anton: Verantwortung übernehmen

Pünktchen (eigentlich Luise) ist die Tochter der reichen Eheleute Pogge. Eines Tages lernt Pünktchen Anton kennen. Die beiden werden beste Freunde. Anton arbeitet neben der Schule um Geld zu verdienen und kümmert sich um seine kranke Mutter. Pünktchen hingegen fehlt es an nichts. Als Anton in der Schule einschläft und ein Beschwerdebrief des Lehrers droht, kommt Pünktchen ihrem Freund zur Hilfe.

Was heißt das für uns? Dass Mitarbeiter vor allem auch Menschen sind. Passt die Aufgabenmenge? Wie ist das Arbeitsklima? Wir als Führungskraft beeinflussen mit unserem Verhalten maßgebend die Leistungen unserer Mitarbeiter.

Sie sind eine Führungskraft und auf der Suche nach einer neuen Herausforderung?

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